Im Jahr 2010 endete nach über 50 Jahren die Zusammenarbeit mit der städtischen Volkshochschule nach Zwistigkeiten mit der Stadt und ihrer Kulturpolitik sowie dem Leiter der VHS Bamberg. Während sich die städtische Volkshochschule regelmäßig gerne sämtliche Erfolge der Bühne auf die eigenen Fahnen schrieb, war allen jedem Bamberger klar, dass die angebliche städtische Unterstützung faktisch nicht vorhanden war und der Familie die Bildungsarbeit im Rahmen der VHS-Dozentschaft eher Geld kostete. Die Zusammenarbeit wurde 2017 nach einem Führungswechsel in der städtischen VHS wieder für einzelne Projekte aufgenommen.

Neue Hörspielproduktionen

Während der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 65jährigen Bestehen überraschte die damalige Staatssekretärin für Umwelt und Gesundheit die Puppenspielerfamilie mit einem Förderbescheid für eine neue CD-Produktion zu „Umweltgeschichten mit dem Bamberger Kasperl“, die bereits Anfang 2011 fertig gestellt werden konnte. Es sah für die Puppenbühne Herrnleben Bamberg mit ihrer ebenso wachsenden Zweigstelle in Garmisch-Partenkirchen vielversprechend aus, bis im Herbst 2011 Elisabeth Herrnleben im Alter von nur 56 Jahren plötzlich verstarb. Die geplanten Weihnachtsaussführungen in Bamberg konnten zwar wie geplant stattfinden, es bedeutete aber das Aus für die Zweigstelle „Partenkirchner Kasperl“, die nun bereits 4 Jahre in Oberbayern existierte und die sie zusammen mit Wolfgang Herrnleben betrieb. Wolfgang Herrnleben verstarb 2019 nach langer und schwerer Krankheit in seiner Wahlheimat Garmisch-Partenkirchen.

Florian Herrnleben als Inhaber, Leiter und „Bamberger Kasperl“

Florian Herrnleben übernahm ab 2011 die komplette organisatorische und künstlerische Leitung der Puppenbühne Herrnleben Bamberg und war alleiniger Inhaber des Familienbetriebs. Der Fokus liegt für die Puppenbühne seither auf klassischer Kasperlkinderunterhaltung mit dem bekannten Bamberger Kasperl, den Florian Herrnleben inzwischen für die zweite Kindergeneration verkörpert. Seine etwas anarchische Kasperlspielweise, etwas abseits des „Zeigefingerkasperls“ der 90er-Jahre machte ihn schnell nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern und Großeltern beliebt. Er schlägt bei vielen Inszenierungen eine inhaltliche Brücke zum Tagesgeschehen und baut stadtbekannte Zeitgenossen mit in seine Kinderinszenierungen ein. Der Fokus liegt für ihn beruflich bedingt aktuell auf Nordbayern. Sozial engagiert er sich seit einigen Jahren mit dem Bamberger Kasperl auf dem Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung am Chiemsee, wo er bereits mehrfach aufgetreten ist.