Obwohl er schon 1983 verstarb, ist er vielen in Bamberg und weit darüber hinaus heute noch ein Begriff, der fröhliche Volksschauspieler, Puppenspieler und Humorist, Hans Herrnleben, der 1945 zusammen mit seiner Ehefrau Ottilie die Puppenbühne Herrnleben gründete. Schon als 21jähriger entdeckte er seine Liebe zur Schauspielerei und stand bereits 1925 anlässlich des 33. Stiftungsfestes beim Gesangverein „Sängerlust“ als Spielleiter und Spieler auf der Bühne. Es folgten zahlreiche Aufführungen beim „Allgemeinen Bürgerverein Bamberg“ dem Verein der ehemaligen Pioniere, bei der Gesellschaft Harmonia, beim Theaterclub Bamberg, dem Olympia-Theaterclub, in der Alten Hofhaltung, auf Burg Feuerstein und bei der Laienspielschar des Katholischen Werkvolks, wo er noch bis 1975 bei Lustspielen mitwirkte. Als Solo-Humorist war Hans Herrnleben nicht minder geschätzt – z.B. beim Bürgerverein Bamberg-Ost, wo er als Mitwirkender bei bunten Abenden (sogar bei Besuchsfahrten nach Österreich in Villach und Feldkirchen) stets die Lacher auf seiner Seite hatte. Doch seinen größten Bekanntheitsgrad erreichte der immer heitere Schauspieler und jahrzehntelange Kasperldarsteller mit seinem Lebenswerk als „Vater des Bamberger Puppentheaters“, wodurch er für die Kinder zur Großvaterfigur und Märchenonkel in einer Person wurde. Von 1952 bis 1979 übte er auch das Amt eines Dozenten für Handpuppenspiel an der Städt. Volkshochschule aus und war bis zu diesem Zeitpunkt als Leiter und Akteur bei allen Vorstellungen dabei.